Fortbildungen

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„Rechenschwierigkeiten vorbeugen: Diagnose und Förderung“

In den Fortbildungen lernen Lehrer und Lehrerinnen ein Entwicklungsmodell kennen, wie das mathematische Lernen aufeinander aufbaut. Sie lernen theoriebasierte Diagnostik kennen, um Rechenschwierigkeiten früh zu erfassen (MARKO-Test). Sie lernen außerdem evidenzbasierte Fördermaßnahmen kennen, die geeignet sind, einen adaptiven Unterricht zu gestalten.

Den Fortbildungen liegt unser Modell zur Entwicklung arithmetischer Kompetenzen für den Altersbereich 4 – 8 Jahre zugrunde. Wir unterscheiden sechs Entwicklungsstufen, die sukzessiv aufeinander aufbauen.
Mit dem MARKO-Test lässt sich prüfen, auf welcher mathematischen Entwicklungsstufe sich ein Kind befindet und ob dies altersgerecht oder entwicklungsverzögert ist. Weiter zeigt das Modell, welches die nächste Entwicklungsstufe für das Kind ist und erlaubt so, die Planung adaptiver Maßnahmen.

Besser Vorbeugen als Nachsteuern
„Die prägendste Erkenntnis war für uns die wissenschaftlich fundierte Tatsache, dass ein Kind kaum erfolgreich auf dem nächsten Level mitarbeiten kann, wenn es den vorherigen noch gar nicht durchdrungen hat. Da können wir uns als Lehrkräfte im aktuellen Tagesgeschäft noch so sehr bemühen … Wir müssen zum richtigen Zeitpunkt ansetzen – deshalb ist auch die flächendeckende kooperative Maßnahme, u.a. durch Fortbildungen, gemeinsam mit den Kindergärten so sehr wichtig. So sprechen wir eine Sprache und bleiben am Kind.
Die Testung? – computergestützt und eindeutig. Die Auswertung und Diagnose? – validiert und wird übernommen. Die Förderung? – passgenau durch Aufgaben in der mitgelieferten Handreichung. Eine erfolgsversprechende Perspektive für alle Beteiligten – Kinder, Erzieher*innen und Lehrkräfte!“

Birgit Weniger – Leiterin der Schmachtenbergschule Essen


„Sozio-emotionale Auffälligkeiten im Kindesalter: erkennen und begegnen“

Im Rahmen der Fortbildung lernen die Teilnehmer*innen einen Überblick über psychologische Auffälligkeiten bei Kindern und die Diagnostik und den Umgang mit sozialemotionalen Auffälligkeiten im Schulalltag kennen. Hierdurch sollen sie zu einer ersten Einschätzung und einer prozessorientierten Diagnostik befähigt werden.

Die Fortbildung besteht aus 3 aufeinander aufbauenden Sitzungen. Die 1. Sitzung führt in die Thematik ein und bereitet mit Fallbeispielen aus der Praxis auf eine praktische Anwendung im Schulalltag vor. Die zweite Sitzung thematisiert den diagnostischen Prozess, bevor schließlich in Sitzung 3 das praktische Vorgehen im Schulalltag gemeinsam reflektiert wird.

Warum begegnen uns so viele auffällige Kinder?
„Aufgrund der zunehmenden Heterogenität im Klassenzimmer stehen Lehrerinnen und Lehrer vor der Herausforderung, eine adäquate Lernumgebung und einen Entwicklungsraum für Kinder mit verschiedensten emotionalen und sozialen Problemen zu gestalten. Bereits im Grundschulalter sind psychische Auffälligkeiten in gleicher Häufigkeit wie im Erwachsenenalter vorzufinden. Jedoch sind die Symptome im Kindesalter unspezifischer und können von Lehrerinnen und Lehrern schwerer erkannt werden. Daher ist es wichtig, den Lehrkräften wichtiges Wissen über die Probleme der Kinder zu vermitteln, so dass den Kindern frühzeitig
geholfen werden kann.“

Lars Orbach, wiss. Mitarbeiter an der Universität Duisburg-Essen und ist praktizierender Psychotherapeut.